• Seitlich4.2.png
  • Seitlich80.2.png

Auf einer Podiumsdiskussion der Grünen am 16. März 2018 hat Frau Burgdorf, Expertin vom Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH), den Wert und die Empfindlichkeit des FFH- und Naturschutzgebiets "Am Roten Stein" sehr schön erklären können:

Das Naturschutzgebiet "Am Roten Stein" sei "sehr altes Grünland", schon seit mehreren 100 Jahren. Dadurch haben sich dort viele und insbesondere schutzbedürftige Arten etablieren können. Und auf Grund der Südwestausrichtung dieses Gebiets sind hier viele seltene wärmeliebende Arten zu finden. Es leben deshalb dort viele vom Aussterben in Niedersachsen bedrohte Pflanzen- und Tierarten (Rote-Liste-Arten), u.a.:

  • 12 Pflanzenarten der Roten Liste (wie z.B. der Fransen-Enzian)
  • 3 Vogelarten der Roten Liste (z.B. Neuntöter) und
  • 10 Schmetterlingsarten der Roten Liste

Durch den sehr hohen Schutzstatus als FFH-Schutzgebiet besteht ein Verschlechterungverbot für das Gebiet! Laut Frau Burgdorf muss mit "wissenschaftlicher Gewissheit nachgewiesen werden", dass eine Verschlechterung des Schutzgebiets ausgeschlossen sei, bevor eine Bebauung des Wasserkamps konkret realisiert würde. Und es bestehe damit eine Umkehrpflicht der Beweislast: Vor einer möglichen Bebauung muss nachgewiesen werden, dass es keine Verschlechterung gäbe.

Im Vorfeld der gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses mit dem Finanzausschuss haben wir von der BI eine Email an alle Mitglieder des Hildesheimer Stadtrates verschickt, in dem wir die Wichtigkeit der FFH-Verträglichkeitsprüfung zu erläuterrn versuchten. Zur Information aller Büger*innen, dies ist die Mail nachfolgend wiedergegeben (dazu bitte auf den Schalter "Weiterlesen" drücken). 

In der Mail wird auf das erforderliche Ablaufschema der FFH-Verträglichkeitsprüfung hingewiesen. Dieses ist hier zu finden: FFH-VP Ablaufschema.jpg

In der Hildesheimer Allgemeinen erschien am 14.03. der Artikel "Der Wasserkamp-Konflikt kocht hoch" (siehe weiter unten in diesem Beitrag, wenn man auf den Reiter "Weiterlesen" klickt), in welchem Bernd Lynack beklagte, dass sich SPD-Mitglieder von Anwohnern des Wasserkamps und der BI "unter Druck gesetzt fühlten" und dass "es Attacken gegen Politiker unter die Gürtellinie gäbe".
In dem Artikel und Kommentar "Überhitzter Wasserkamp" in der HiAZ am 16.03. wurde Detlef Hansen (auch SPD) zitiert, "die Grenzen des Erträglichen sehe er überschritten", weil u.a. Kritiker dazu aufriefen "bestimmte Politiker nicht mehr zu wählen" (hier wurde im Artikel nicht erwähnt, dass sich dieser Aufruf auf Politiker bezog, die mehr als unsachliche Äußerungen in öffentlichen Ratsgremien verwenden und damit ihrerseits Äußerungen unter der mentalen Gürtellinie einsetzen).
Wir von der BI haben gegen diese überzogenen Vorwürfe an uns Stellung bezogen, indem wir folgende Presseerklärung dazu an die Hildesheimer Medien verschickt haben:

Presseerklärung der BI: Bürgerinitiative verwahrt sich gegen Vorwürfe
Bei allen Kontroversen, die um die Wasserkamp-Pläne zurzeit herrschen, sind Beschimpfungen nicht erlaubt - von allen Seiten nicht.

„Uns sind solche Schreiben aber auch nicht bekannt", betont Kurt Warmbein, einer der Sprecher der BI. „Wir bekommen viele Mails, die an Ratsvertreter gehen, als Kopien zugeschickt. Da ist mir z.Zt. keine unerhörte Mail in Erinnerung." Dass allerdings gewählte Vertreter angeschrieben und mit der Meinung des Wählers konfrontiert werden, muss als normal angesehen werden. Auch, dass hartnäckig nachgefragt wird.
Auch ist normal, dass Volksvertreter beeinflusst werden sollen. Jeder Brief an einen Abgeordneten ist in diesem Sinne eine Einflussnahme. Wenn allerdings ein honoriger Ratsherr Mitglieder der BI als "Querulanten" bezeichnet und in einer wichtigen Ratssitzung nach „fliegenden Fischen auf dem Wasserkamp“ sucht, darf er sich nicht wundern, dass ihm solche Äußerungen vorgehalten werden.
An den Info-Ständen der BI ist deutlich zu hören, dass die Bürger einen gehörigen Groll im Bauch haben. Oft wird der Eindruck formuliert, dass „die Politik" ihre Sorgen nicht Ernst nähme und auf Zeit spiele. Auch dies wirkt natürlich nicht „dämpfend" in der Diskussion. Aber all dies rechtfertigt keine verbalen Entgleisungen.
Dass man Mandatsträger auf ihre Wahlversprechen von 2016 hinweist, in der Südstadt keine neuen Baugebiete zuzulassen, kann nicht als Drohung verstanden werden.
Die BI will und kann niemanden einschüchtern, dafür sind unsere Volksvertreter zu selbstbewusst. Die BI wird sich aber auch durch zur Schau getragene Empörung nicht beeinflussen lassen.

Hier der oben angesprochene Kommentar in der Hildesheimer Allgemeinen vom 16.03.2018:

Viele neue Leserbriefe zum Wasserkamp sind aktuell auf der Homepage zu finden, siehe unter dem Reiter: /Material/Leserbriefe

Dirk Bettels, erfolgreicher Bauunternehmer in Hildesheim, hält die Bebauung des Wasserkamps für NICHT erforderlich. Er hat als Kommentar zur StEBA Sitzung vom 24.01. folgendes geposted: