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Im Kehrwíeder vom 09.12.2017 ist ein schöner Artikel über unsere BI erschienen. Dieser Artikel ist rechts unter dem Menue Pressespiegel zu finden.

In manchen Browserfenstern kann der Beitrag leider nicht gelesen werden, dann kann man hier den Artikel direkt als pdf-Datei herunterladen: "/images/Kehrwieder_09-12-17.pdf"

 

Zwei schöne Fundstücke:

Zur Kommunalwahl 2016 versprach der SPD-Ortsverein Marienburger Höhe/Galgenberg:
"Wir wollen keine weitere Erhöhung der verkehrlichen Belastung der Marienburger Straße. Weitere Baugebiete sollen nicht mehr im Süden der Stadt ausgewiesen werden."
Damit hat sich der Ortsverband ganz klar gegen die Bebauung des Wasserkamps ausgesprochen. Wir werden die SPD-Vertreter immer wieder gerne an dieses Versprechen erinnern! Hier der Link zum Wahlversprechen:
https://spdmhi.de/kommunalwahl-2016/marienburger-hoehe-galgenberg/

Und im Wahlprogramm des SPD-Ortsvereins Itzum-Marienburg hieß es:
"Der SPD ist es gelungen, wichtige Elemente im Umfeld unseres Stadtteils, wie die Blickachse in das Innerstetal und den offenen Landschaftsraum des Wasserkampes zu erhalten."
Wir erwarten, dass sich die SPD auch zukünftig hierfür intensiv einsetzen wird! Auch hier der Link:
https://spdmhi.de/kommunalwahl-2016/itzum-marienburg/

Wasserkamp und Drachenwiese müssen weiter aufgewertet werden, damit die Bürgerinnen und Bürger von Itzum und der Marienburger Höhe dieses Gebiet noch besser zur Naherholung nutzen können. Für diese Aufwertung gibt es bereits seit einigen Jahren Ideen, welche mit wenig Aufwand viel bewirken können.

Die Stadt Hildesheim selber hat in ihrem Landschaftsrahmenplan schon eine wesentliche Aufwertung auf dem Wasserkamp beschrieben: Oberhalb des Naturschutzgebiets "Am roten Steine" soll eine breite Pufferzone mit einem Wanderweg entstehen. Die Pufferzone würde den Wanderweg aufwerten und außerdem als zusätzlicher Schutz des Naturschutzgebietes dienen. Dieser Wanderweg könnte südlich an den Tossumer Weg anschließen. Damit ergäbe sich eine wunderbare weitere Spazier- und Erholungsmöglichkeit. Außerdem wäre dies ein besser nutzbarer alternativer Weg zum Wanderweg durch das Naturschutzgebiet, denn dieser Weg ist gerade bei nassem Wetter kaum passierbar.

Auch in einer Präsentation von Prof. Ackers zum "Ortsentwicklungskonzept Itzum-Marienburg 2020", welches Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Hildesheim ist, wird die Errichtung dieses Wegs als "Panoramaweg" vorgeschlagen. Darüber hinaus werden von Prof. Ackers Aussichtspunkte vorgeschlagen, um den Weitblick genießen zu können und eine hohe Aufenthaltsqualität zu ermöglichen.

Wir schlagen darüber hinaus vor, insbesondere an diesen Aussichtspunkten Bänke aufzustellen. Um dies zu realisieren, beabsichtigen wir demnächst Spenden für die Anschaffung solcher Bänke zu sammeln.

Eine weitere von Prof. Ackers vorgeschlagene Möglichkeit ist die Anlegung eines Fuß- und Radwegs über den Wasserkamp. Dieser Weg soll von Itzum über den Wasserkamp zum Großen Saatner führen. Von dort aus kann man dann prima weiter über die gerade frisch asphaltierte Straße "Am roten Steine" und die "Wiesenstraße" abseits der Hauptstraßen bis zur Innenstadt gelangen.

Die Präsentationsfolien mit den beschriebenen Vorschlägen von Prof. Ackers sind hier zu sehen:

Und hier auch der Ausschnitt aus dem integrierten Stadtentwicklungskonzept, der Itzum betrifft. Hier sind auch die Entwicklungsziele für den Wasserkamp formuliert:

Der Link zum kompletten Stadtentwicklungskonzept für Hildesheim ist unter dem Punkt "Links" zu finden.

Die Marienburger Straße ist eine der wesentlichen Hauptrouten in der Stadt Hildesheim für den Kfz-Verkehr, worunter der gesamte Stadtteil erheblich leidet. Entweder direkt durch den Verkehr oder indirekt durch die Trennwirkung des Stadtteils in zwei Hälften.

In der Stadtverwaltung sind nur veraltete Angaben über die Kraftfahrzeugbelastung auf der Marienburger Straße bekannt, sie stammen aus dem Jahre 2009. Diese Angaben sind im Integrierten Verkehrsentwicklungsplan (IVEP) der Stadt Hildesheim aufgeführt. (S. 32 im IVEP-Endbericht). Dort wird davon ausgegangen, dass auf ihr ca. 27.000 Kraftfahrzeugen pro Tag fahren. Inzwischen wird dieses Verkehrsaufkommen spürbar höher sein, weil seit 2009 weitere Baugebiete in Itzum und den südlich gelegenen Orten erschlossen wurden. Außerdem steigt jedes Jahr die Anzahl der Studenten an der Uni Hildesheim, was zu einer weiteren spürbaren Erhöhung des Kfz-Verkehrs führt.

Vor allem die direkten Anwohner der Marienburger Straßen leiden gravierend unter diesem Kfz-Verkehr. Verkehrslärm und Abgasimmissionen führen zu wesentlichen Gesundheitsgefährdungen. Wer hier wohnt, trägt ein hohes Risiko, an den Auswirkungen des Kfz-Verkehrs zu erkranken! Mit steigendem Verkehr steigt dieses Risiko weiter an.

Zur Verkehrsentlastung wäre ein Umstieg vom Pkw-Verkehr auf das Fahrrad sehr wünschenswert. Aber insbesondere die Verkehrssituation und die Radwegeführung an der Marienburger Straße und insbesondere am Klingeltunnel sind für Fußgänger und Fahrradfahrer ein großes Hindernis. Und Richtung Innenstadt gibt es dort sogar nur eine unzumutbare legale Verkehrsverbindung für Fahrradfahrer. Viele ängstliche Fußgänger und Radfahrer fahren deshalb doch lieber mit dem Pkw durch die Marienburger Straße. Die Diskussion für eine Verbesserung dieser Situation dreht sich nun schon seit Jahrzehnten im Kreise, eine Lösung ist nicht in Sicht. Auch deshalb wird der Kfz-Verkehr weiter steigen.

Kämen nun weitere 500-600 Wohneinheiten mit auf Wasserkamp, Drachenwiese und Südfriedhof hinzu, würde der Kfz-Verkehr weiter steigen. Die Stadt geht selber davon aus, dass ca. 2.200 weitere Verkehrsbewegungen auf der Marienburger Straße zu erwarten wären. Deshalb darf der Wasserkamp auch aus Gründen der Verkehrsbelastung und des Anwohnerschutzes nicht bebaut werden!

Verkehrslärm stört nicht nur, sondern macht auch krank: Die Folgen sind Schlafstörungen, Hörschäden oder Herz-Kreislauferkrankungen. Nach aktuellen Schätzungen sind etwa 160 Mio. Menschen in Europa regelmäßig einem Straßenverkehrslärm von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt. Dies ist die Grenze, ab der die Weltgesundheitsorganisation WHO von einem ernsten Risiko für die Gesundheit spricht. In Deutschland müssen laut Umweltbundesamt rund 13 Mio. Menschen bei diesem bzw. noch höheren Lärmpegeln arbeiten oder wohnen. Eine niederländische Studie hat ergeben, dass rund 240.000 Menschen in Europa als Folge zu lauten Verkehrs Herz-Kreislauferkrankungen erleiden, etwa 50.000 sterben vorzeitig. Nach der Luftverschmutzung stellt Lärm hinsichtlich der Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung die zweitgrößte Gefahr dar.

Auch für Hildesheim gibt es konkrete Werte zur Belastung durch Verkehrslärm, denn 2012 hat die Stadt Hildesheim eine Lärmkartierung für die gesamte Stadt durchgeführt (Quelle: http://hildesheim.de/staticsite/staticsite.php?menuid=2044&topmenu=3 ). Damit ist auch die Lärmbelastung für die Marienburger Straße bekannt. So waren gemäß dieser Lärmkartierung schon 2012 ca. 1.000 Personen im Bereich der Marienburger Straße tagsüber einem Lärmindex von >55 dB(A) ausgesetzt, davon ca. 300 sogar von >65 dB(A)! Nachts, wenn die Gesundheit der Anwohner noch empfindlicher auf Lärm reagiert und deshalb bereits Lärmemissionen von >45 dB(A) als Gesundheitsbelastung angesehen werden, waren ebenfalls ca. 1.000 Anwohner einem Lärmindex von >45 dB(A) ausgesetzt, davon wiederum ca. 300 von >55 dB(A).

Da seit 2012 weitere Wohngebiete in Itzum und in den südlich an Hildesheim angrenzenden Orten erschlossen wurden und sich insbesondere die Anzahl der Studierenden an der Uni Hildesheim deutlich erhöht hat, dürfte sich das Verkehrsaufkommen und damit der Verkehrslärm sowie die Anzahl Lärmbetroffener Personen noch weiter spürbar erhöht haben!

Kämen zukünftig noch 500 – 600 Wohneinheiten auf dem Wasserkamp hinzu, ist mit zusätzlichen 1.500 bis 2.000 Fahrten durch die Marienburger Straße zu rechnen! Das Leben an der Marienburger Straße würde also noch unerträglicher! Dies ist den Anwohnern nicht zuzumuten!

Der Wasserkamp deshalb auch aus Gründen des Verkehrslärms nicht bebaut werden!