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Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 2. Februar 2019

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 1. Februar 2019

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 28.Januar 2019

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 22. Januar 2019

Gut Ding will Weile haben

(ren) Das gute Ding besteht darin, dass der Marienburger Platz die bauliche Gestaltung erhält, die seiner Bedeutung als Stadtteilzentrum wie auch als Entree der Universität gerecht wird. Stadtverwaltung und die neuen Eigentümer des Areals haben deutlich gemacht, dass sie Wert legen auf eine transparente Planung, in die Anwohner und Nutzer des Platzes von vornherein einbezogen sind.

Die Stadtverwaltung, vertreten durch Stadtbaurätin Andrea Döring und Stadtplanerin Sandra Brouër, hatte zu einer ersten Informationsveranstaltung in die Mensa der Oskar-Schindler-Schule eingeladen. Die ungewöhnlich große Besucherzahl von mehr als hundert Personen machte deutlich, wie stark das Interesse daran ist, was aus dem Platz in Zukunft werden soll.

Auf dem Podium saßen die beiden Investoren, die die Ladenzeile mit Ärztehaus und den dazugehörigen Grundstücken gekauft haben. Jan-Christopher Vogt von der part AG Bad Gandersheim mit Expertise bei der Entwicklung von Gewerbegebieten und Jens Segler von der Firma bauplan in Peine, der sich um den Wohnungsbau kümmern will. Der neue bergeführten Geschäften, gastronomischen Betrieben und dem Wochenmarkt auch Wohnungen – wohl vor allem für Studenten– gebaut werden sollen. Es wird also mehr Platz benötigt, der nur durch mehrgeschossige Bauweise gewonnen werden kann, was den Abriss der bisherigen Ladenzeile erforderlich macht. Ja, so wurde den besorgten Nutzern des Platzes geantwortet, natürlich soll es auch bei der Post, der Apotheke und der Sparkassenfiliale bleiben. Und zusätzlich ginge es auch darum, die starke Universität nicht nur im Rücken zu haben, sondern sie zur Marienburger Straße hin auch deutlich in Erscheinung treten zu lassen.

Das alles müsse mit den Betroffenen ausgehandelt werden, bevor ein neuer Bebauungsplan erstellt werden könne. Apropos Marienburger Straße, hieß es von Seiten der Stadt, der Verkehr müsse so geführt werden, dass die Geschäfte auf der westlichen Seite nicht länger abgeschnitten, sondern in den neugestalteten Platz mit einbezogen würden. Es werde mindestens eineinhalb Jahre dauern, bevor der neue Bebauungsplan vorgelegt werden könne. Und dann – so die Investoren – müsse auch noch der Ablauf der bestehenden Mietverträge abgewartet werden, bevor mit Abriss und Neubau begonnen werden könne. Über die Dauer der Verträge wollten sie keine Angaben machen, meinten aber, dass die Umsetzung ihrer Planungen mehr als zehn Jahre in Anspruch nehmen könnte. Während der Bauzeit müssten erhebliche Einschränkung der augenblicklichen Nutzung des Platzes in Kauf genommen werden.

Anerkennung im Publikum fand, dass sowohl der Stadt wie auch den Investoren daran liegt, den gesamten Planungsprozess transparent zu halten und die Ideen und Wünsche der Bürger miteinzubeziehen. Denn ein solch zentraler Platz – so die Stadtbaurätin müsse zu einer demokratischen Gesellschaft passen.

Quelle: "Auf der Höhe" Ausgabe Januar 2019