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Die satirische Demonstration der Wasserkämpfer auf dem Hildesheimer Marktplatz

 

Eine kleine - aber laute - Gruppe Studierender, die „Wasserkämpfer“, demonstrierte am 11. März vor dem Hildesheimer Rathaus. Die dabei gezeigten Plakate waren satirisch gemeint.

„Villen statt Wiesen“, „Ne Betonwüste ist auch ne Landschaft“ konnte man unter anderem lesen. Am Beispiel der von der Stadt geplanten und besonders in den betroffenen Stadtteilen sehr umstrittenen möglichen Bebauung des Wasserkamps zwischen der Marienburger Höhe und Itzum/Marienburg fragten die jungen Menschen: Wo ist der demokratische Prozess in Bezug auf die Bebauung, wo wird Rechenschaft abgelegt – den Bürgern und Bürgerinnen von Hildesheim, aber auch der Umwelt gegenüber? Mit ihrer satirischen Demonstration wollten sie verschiedene Perspektiven auf den Entscheidungsprozess bezüglich der geplanten Bebauung aufzeigen: Aus ihrer Sicht ist die Diskussion darüber ein Beispiel für den Mangel an Problematisierung und Transparenz für weitreichende (umwelt-)politische Entscheidungen, die uns alle betreffen. Und: Wessen Interessen und Bedürfnisse werden bei der Debatte um die Bebauung des Wasserkamps verhandelt und welche nicht? Welche Alternativen gibt es zu einer Bebauung des Wasserkamps? Besonders diese Alternativen bringen die beiden Bürgerinitiativen für eine lebenswerte Marienburger Höhe und Itzumer für einen grünen Wasserkamp immer wieder gegenüber den politisch Verantwortlichen ins Spiel, denn es gibt über dreißig mögliche andere Baugebiete in Hildesheim, über die ganze Stadt verteilt und viele mit bereits vorhandener Infrastruktur. Ein riesiges neues Baugebiet in der Südstadt würde stattdessen nach über dreißig Jahren Bautätigkeit in Itzum wieder nur einseitig die Marienburger Straße und die umliegenden Quartiere belasten.

Text und Foto Brigitte Cappelmann

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 18. März 2018

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 12. März 2019

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 6. März 2019

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 25. Februar 2019