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aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 2. Mai 2018:

Die Marienburger Straße teilt den Stadtteil Marienburger Höhe in einen Ost- und einen Westteil. Doch für einige Einwohner gibt es diese Teilung nicht nur auf der Karte. „Die Straße hat für den Stadtteil eine trennende Wirkung“, findet Kurt Warmbein. Sie werde wenig überquert, weil der starke Verkehr die Menschen abschrecke. Warmbein wohnt selbst in der Nähe der Straße und ist Sprecher der Bürgerinitiative gegen ein Neubaugebiet am Wasserkamp. Ein Argument der Initiative: Die Marienburger Straße sei jetzt schon überlastet. Durch noch mehr Pendler aus Itzum würde sich die Situation für die Anwohner weiter verschlechtern.

Die Marienburger Straße ist eine der wesentlichen Hauptrouten in der Stadt Hildesheim für den Kfz-Verkehr, worunter der gesamte Stadtteil erheblich leidet. Entweder direkt durch den Verkehr oder indirekt durch die Trennwirkung des Stadtteils in zwei Hälften.

In der Stadtverwaltung sind nur veraltete Angaben über die Kraftfahrzeugbelastung auf der Marienburger Straße bekannt, sie stammen aus dem Jahre 2009. Diese Angaben sind im Integrierten Verkehrsentwicklungsplan (IVEP) der Stadt Hildesheim aufgeführt. (S. 32 im IVEP-Endbericht). Dort wird davon ausgegangen, dass auf ihr ca. 27.000 Kraftfahrzeugen pro Tag fahren. Inzwischen wird dieses Verkehrsaufkommen spürbar höher sein, weil seit 2009 weitere Baugebiete in Itzum und den südlich gelegenen Orten erschlossen wurden. Außerdem steigt jedes Jahr die Anzahl der Studenten an der Uni Hildesheim, was zu einer weiteren spürbaren Erhöhung des Kfz-Verkehrs führt.

Vor allem die direkten Anwohner der Marienburger Straßen leiden gravierend unter diesem Kfz-Verkehr. Verkehrslärm und Abgasimmissionen führen zu wesentlichen Gesundheitsgefährdungen. Wer hier wohnt, trägt ein hohes Risiko, an den Auswirkungen des Kfz-Verkehrs zu erkranken! Mit steigendem Verkehr steigt dieses Risiko weiter an.

Zur Verkehrsentlastung wäre ein Umstieg vom Pkw-Verkehr auf das Fahrrad sehr wünschenswert. Aber insbesondere die Verkehrssituation und die Radwegeführung an der Marienburger Straße und insbesondere am Klingeltunnel sind für Fußgänger und Fahrradfahrer ein großes Hindernis. Und Richtung Innenstadt gibt es dort sogar nur eine unzumutbare legale Verkehrsverbindung für Fahrradfahrer. Viele ängstliche Fußgänger und Radfahrer fahren deshalb doch lieber mit dem Pkw durch die Marienburger Straße. Die Diskussion für eine Verbesserung dieser Situation dreht sich nun schon seit Jahrzehnten im Kreise, eine Lösung ist nicht in Sicht. Auch deshalb wird der Kfz-Verkehr weiter steigen.

Kämen nun weitere 500-600 Wohneinheiten mit auf Wasserkamp, Drachenwiese und Südfriedhof hinzu, würde der Kfz-Verkehr weiter steigen. Die Stadt geht selber davon aus, dass ca. 2.200 weitere Verkehrsbewegungen auf der Marienburger Straße zu erwarten wären. Deshalb darf der Wasserkamp auch aus Gründen der Verkehrsbelastung und des Anwohnerschutzes nicht bebaut werden!